Chronik

 

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Anfang März 1969 kamen in die Schmiedewerkstatt von Josef Schmid zwei Besucher, Konrad Weidenbacher und Josef Maier. Sie wollten diesmal kein Eisen, sondern Pläne schmieden. Ein Musikverein -eine Musikkapelle- wie anderorts müsse her, war ihre einhellige Meinung. Eifrig begannen sie für die Idee zu werben. Am 15. März 1969 fand dann im Gasthaus "Rose" die gut besuchte Gründungsversammlung statt. Als Berater konnte Franz Schunder, der spätere Dirigent, gewonnen werden. Viel schwieriger gestaltete sich die Wahl des ersten Vorstandes, denn einen Verein aus dem Nichts aufzubauen ist keine leichte Aufgabe. Schließlich übernahm Erich Grimm, damals Schulleiter in Stödtlen, dieses Amt. Mit großer Tatkraft ging er ans Werk. Innerhalb eines Monates hatte er soviel Geld zusammengebracht, dass er für jeden Musiker ein vereinseigenes Instrument beschaffen konnte. Die Proben mit Dirigent Franz Schunder, einem erfahrenen Kapellmeister, begannen. 80 Proben fanden im ersten Jahr statt und 10 kleine Auftritte konnten verzeichnet werden. Im folgenden Jahr beschaffte der Verein für seine Aktiven eine Uniform.

1972 übernahm Josef Uhl den Posten des Vorsitzenden und sorgte für weitere kräftige Aufwärtsentwicklung, nicht zuletzt durch die Ausbildung zahlreicher Jugendlicher.


Anlässlich des 10jährigen Bestehens 1979, gr_mitgliederdas sehr festlich und mit vielen anderen Vereine begangen wurde, hatte der Verein eine stattliche Jugendkapelle vorzuweisen, die aber im Laufe der Jahre mit der Hauptkapelle verschmolz. Auch weiterhin wurden Jungmusiker ausgebildet, doch war die Zahl nie mehr so groß, dass eine Jugendkapelle hätte gebildet werden können. 1982 übernahm Adolf Wettemann das Amt des Vorstands. Schon ein Jahr später musste Dirigent Franz Schunder, der die Kapelle 14 Jahre lang aufgebaut und alle Jugendlichen ausgebildet hatte, aus gesundheitlichen Gründen den Taktstock aus der Hand legen. Nun galt es, alsbald einen neuen Dirigenten zu finden. Bei dieser schwierigen Aufgabe kam jedoch der Zufall dem Verein zu Hilfe.

Auf Dirigentensuche
Nach einer Musikprobe saßen noch einige Musiker im Gasthaus "Lamm" in Niederroden zusammen und diskutierten Vereinsangelegenheiten. Ein Fremder, der gerade eine Hofstelle für Wochenendaufenthalte gekauft und am Tisch nebenan Platz genommen hatte, hörte der Unterhaltung interessiert zu, als ob er vom Fach sei. Der Bürgermeister, nach seinem neuen Gemeindebürger befragt, wußte, dass dieser am Staatstheater in München Musiker sei und aus Dinkelsbühl stamme. Daraufhin recherchierte der Vorstand bei seinem nächsten Friseurbesuch in Dinkelsbühl weiter und konnte erfahren, dass Martin Kunzendorf in der Knabenkapelle Dinkelsbühl groß geworden sei und diese sogar eine Zeitlang dirigiert habe, bevor er Musik studierte und dann als Hornist ans Staatstheater kam. Da war allen klar: Das ist unser Mann. Gleich suchte ihn der Vorstand auf uns trug ihm sein Anliegen vor. Das Sprichwort "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" behielt recht. Martin Kunzendorf erklärte sich bereit, bevor andere ihn kapern konnten. Mit neuem Schwung ging er als Profi mit den Musikern an die Arbeit und beflügelte sie aufs neue. Schon ein Jahr danach trat man allein mit einem Konzert an die Öffentlichkeit, es wurde ein voller Erfolg. Alle spürten: Wir sind im Aufwind.
Der Vereinsname wurde bei der Generalversammlung im Jahre 1984 um die Bezeichnung "Orginal Virngrundmusikanten" ergänzt. Bei der Ausbildung der Nachwuchsmusiker arbeitet man seit Herbst 1992 bis heute mit dem Musikverein Ellenberg zusammen. Daraus ging 1993 die Jugendkapelle Ellenberg-Stödtlen hervor mit dem Dirigenten Franz Lechner.
Raimund Schwab wurde 1997 zum Vorsitzenden gewählt, nachdem Adolf Wettemann 15 Jahre das Amt ausübte und in jüngere Hände übergeben wollte.
Den Virngrundmusikanten gehören im Jubiläumsjahr 1999, 39 aktive Musiker, 24 Jungmusiker in der Ausbildung und 216 fördernde Mitglieder an..